Information und damit Aufklärungsarbeit ist uns sehr wichtig. Hier findest du ein paar unserer Veranstaltungen, die sich diesem Ziel verschreiben:

 

 

Queeriot – das queer-feministische Fest

Am 11. März ging unser queer-feministisches Format in die 2. Runde, diesmal im Forum Stadtpark!
queeriot
Unser Ziel war es, politische Inhalte mit fabelhafter Party zu verbinden und euch dazwischen bewusst Freiraum zu überlassen. Der Veranstaltungstitel “queeriot” kann als Aufforderung zum Widerstand, Weiterdenken und Aufbrechen herrschender Norm(i)e(runge)n rund um Geschlecht, Identität, Sexualität und Begehren verstanden werden. Feminismus und Antirassismus standen dabei klar im Fokus dieser Veranstaltung, dazu wurden die beiden Workshops „Von Männlichkeit(en) und anderen (k(l)einen) Katastrophen Pro­Feministische Männerarbeit als Feld der Auseinandersetzung“ und “Examining our own racism and implementing anti-racial practice” abgehalten. Für leckere Stärkung sorgte das Alternativreferat der ÖH mit ihrem selbst gemachten veganem Chili. Nach den Workshops folgte ein interessanter Vortrag zum Thema „How gender matters?! Vom Zusammenhang von Rechtsextremismus und Gender“.
Abends wurde mit dem Film „The Punk Singer“, einer Doku zur Pionierin der riot grrrl Bewegung Kathleen Hanna der Band „Bikini Kill“ eingestimmt.

Ab 20 Uhr ging es dann mit der ersten Band los, Razor Kunts aus Berlin sorgten für einen punkigen Einstieg. Nach ihr brachten die „vier Ladies mit Mann“ von Killa Marilla eine ordentliche Portion „glamour Punk“ ein. Die progressive-indie-post-rock Band Žen aus Zagreb untermalten ihre tollen Klänge mit visueller Performance.

Einen wunderbaren würdigen Abschluss machte Crazy Bitch in a Cave aus Wien.

Danach legte die super DJane Trixie Snowflake noch für die Partypeople auf.

Wir danken allen ganz ♥lich, die mitgewirkt haben und dabei waren!

 

Intersex*, das dritte Geschlecht – Vortrag mit Diskussion
Das binäre Zahlensystem hat wichtige Anwendungen in der Gesellschaft, wie etwa durch den Computer. Beim Geschlecht erweist sich eine binäre Ansicht als unzureichend. Es gibt nicht nur das männliche oder das weibliche Geschlecht, sondern eben auch ein „drittes“. Intersexuelle Menschen sind weder noch.

Der Vortrag des Sexualmediziners Dr. Georg Pfau behandelte aus medizinischer Sicht die somatosexuelle Entwicklung des Menschen im Bezug auf Intersex (unter Aussparung der psycho-/soziosexuellen Entwicklung)

Anschließend berichtete Tobias Humer vom VIMÖ Verein Intersexuelle Menschen Österreich über die gesellschaftlichen Aspekte von Intergeschlechtlichkeit, den menschenrechtlich bedenklichen Ansatz der Medizin und gab einen Überblick über Forderungen und erste Erfolge der Intersex-Bewegung.

intersex

Die gut besuchte Veranstaltung wurde gemeinsam organisiert mit:

 

 

Schwule Stadtparkführung

Gemeinsam mit einem Experten aus der Grazer Schwulenszene wurde ein nächtlicher Spaziergang durch den Grazer Stadtpark unternommen, aufgebaut als historische Zeitreise vom ausgehenden Mittelalter bis hin zur Gegenwart und auf besonders beeindruckende und spannende Weise gestaltet.

stadtparkführung

 

 

Gay Cops Austria – Vortrag mit Diskussion

Wie sieht Gewalt gegen LGBTI*’s konkret in Zahlen aus, wer sind die Opfer, wer die Täter_innen, was motiviert Täter_innen, welche Auswirkungen haben die Taten auf die Opfer und was kann dagegen getan werden? Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen des Vortrages zu „Gay Cops Austria. Homo- und transphobe Gewalt in Österreich und im internationalen Vergleich“ von Patrick Hart beantwortet.

 

 

„Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus. Brüche und Kontinuitäten“ – Vortrag mit Diskussion

Im Rahmen des Gedenkjahres an die Opfer des Nationalsozialismus wird Hans-Peter Weingand einen Vortrag zur Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit halten, sodass am Ende auch noch genügend Raum für Fragen und Diskussion geboten wird.

 

 

„Homosexualität in islamischen Gesellschaften“ – Vortrag und Diskussion mit Alex Gruber

Gemäß islamischem Verständnis ist Homosexualität ein Verbrechen wider die göttliche Ordnung, das der Apostasie – also dem Abfall vom Glauben – gleichkommt. Im Iran etwa, wo das islamische Recht die Grundlage des Strafgesetzes bildet, steht auf homosexuelle Handlungen die Todesstrafe. Die „gemeinschaftsschädlichen Triebe“, durch deren Vernichtung man sich die Wiederherstellung der gesellschaftlichen Einheit verspricht, werden dabei in einem antiimperialistischen Wahn als durch den Westen in die islamische Welt importiert wahrgenommen.

In Kooperation mit den RosaLila PantherInnen, dem Alternativreferat der ÖH Uni Graz, MiGaY und der stop the bomb – Hochschulgruppe Graz.

 

Lesung mit Karen-Susan Fessel 

In Kooperation mit der Stadtbibliothek luden wir Karen-Susan Fessel zum Vorlesen ihrer Romane, wo wir neben ernsten aber dennoch erfrischenden Kurzgeschichten auch einen Einblick in ihre Tätigkeiten innerhalb der queer Community erfahren konnten.

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Karen-Susan Fessel © Stadt Graz / Foto Fischer

 

 

Wir Propagandisten von Gabriel Wolkenfeld

Gemeinsam mit der StV Europäische Ethnologie & Kulturanthropologie Graz, der StV Interdisziplinäre Geschlechterstudien und der StV Germanistik Graz fand im Dezember die spannende Lesung des Romans „Wir Propagandisten“ von und mit Gabriel Wolkenfeld aus Berlin statt. Sein Roman handelt von einem jungen deutschen Slawisten der als Schwuler nach Russland reist, zur gleichen Zeit in der die Duma „homosexuelle Propaganda“ per Gesetz verbieten will. Wir Propagandisten erzählt, was dem deutschen Gast im Laufe eines Jahres in Russland widerfährt.

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Gabriel Wolkenfeld mit uns und der StV Europäische Ethnologie & Kulturanthropologie, StV Interdisziplinäre Geschlechterstudien und der StV Germanistik © Mike Macbi
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Der Autor wurde 1985 in Berlin geboren. Während seines Studiums der Germanistik, Literaturwissenschaft und der russischen Sprache lebte er jeweils für etwa ein Jahr in Estland, Russland und der Ukraine.

 

BINARY MY ASS – queer-feministisches Fest

Im Sommersemester 2015 haben wir uns ein neues Fest-Format ausgedacht, welches mehrere unserer Ansprüche unter einen Hut bringen soll. “BINARY MY ASS” kann sowohl als Trotzhaltung gegenüber, als auch Weiterdenken und Aufbrechen herrschender Normen rund um Geschlecht, Identität und Sexualität verstanden werden. Es geht uns aber auch darum, unser Umfeld dahingehend zu sensibilisieren, gesellschaftliche Missstände die Ausschlüsse produzieren, nicht einfach hinzunehmen, sondern aktiv dagegen anzukämpfen. Auch die Verschränkung verschiedener Diskriminierungsachsen sollen und müssen aufzeigt werden, um eine Basis für kritische Reflexion zu legen.

Wir legen Wert darauf unser Fest so niederschwellig wie möglich zu gestalten, so dass du jederzeit einfach vorbeikommen und eine gute Zeit haben kannst. Obwohl die queer Referate der ÖH und HTU Graz als eine Interessensvertretung im akademischen Kontext verortet ist, ist es uns trotzdem wichtig, aus diesem so gut wie möglich auszubrechen. Zu diesem Schluss kommen wir, weil es Teil unseres Anspruchs ist, die Universität nicht als Elfenbeinturm zu denken, eigene Privilegien offenzulegen und zur Debatte zu stellen und klarzustellen das unser Fest den queer-feministischen Anspruch nur dann erfüllen kann, wenn sich alle eingeladen fühlen zu kommen, egal welcher Herkunft, Einkommen, welchen Alters und Erscheinungsbilds, mit oder ohne Behinderung. So wie du bist, bist du willkommen.

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